Mittwoch, 2. März 2016

~Baingan Bharta~ Aubergine auf indisch

Wie ich euch hier schon einmal erzählt habe, liebe ich Gewürze. Ich habe inzwischen eine so riesige Auswahl, sodass ich mir inzwischen überlegen muss, wo ich in meiner Küche ein neues Regal anbringen kann, damit ich meine Gewürze besser präsentieren vor allem aber auch verstauen kann :)
Vor allem liebe ich es, wenn ich meine Gewürze aus dem Land bekomme, in denen sie auch angebaut werden. Denn diese Gewürze sind um einiges aromatischer und viel intensiver. Kaum ist die Verpackung geöffnet, verbreitet sich der ausgeprägte Duft rasant im gesamten Raum. Es ist kein Vergleich zu den Gewürzen, die wir hier bei uns kaufen können. Wer von euch kennt das auch?
Nun habe ich das große Glück, dass ein Kollege in meiner Arbeit aus Indien stammt. Er weiß genau, dass ich gerne koche und vor allem auch die indische Küche liebe. Als ich nun nach meinem traumhaften Urlaub wieder in der Arbeit war, hatte er eine freundliche Überraschung für mich: er brachte mir Gewürze aus Indien mit, da er über die Feiertage Ende letzten Jahres seine Familie besucht hatte. Und diese Gewürze sind der absolute Wahnsinn. So aromatisch und intensiv! 
Unter diesen Gewürzen war zudem auch ein wirklich besonderes Gewürz dabei: Schwarze Pfefferkörner. Nun, ihr fragt euch jetzt sicherlich, was ist denn da Besonderes an schwarzem Pfeffer?
Die Besonderheit liegt darin, dass dieser Pfeffer von ihrer eigenen Plantage in Südindien stammt und zudem sonnengetrocknet ist. Noch nie zuvor habe ich einen so lebendigen Pfeffer gerochen!
Und genau all diese feinen neuen Gewürze mussten natürlich auch ausprobiert werden. Meine Küche mutierte zu einem indischen Restaurant, zumindest den Gerüchen nach zu urteilen :)

Zutaten (2 Personen):
* 1 Tasse Reis
* 1 EL gestiftelte Mandeln
* 1 EL gehackte Cashewnüsse
* 2 grüne Chilischoten
* 2 Knoblauchzehen
* 1 mittelgroße Aubergine
* 1 Zwiebel
* 1 große Tomate
* 1 Tasse gekochte Erbsen
* 150g Naturjoghurt
* eine Hand voll Koriander
* 1 TL Kurkuma
* 1 TL Garam Masala
* 1/2 TL Chilipulver
* Salz und Pfeffer
* 3 EL Pflanzenöl

Zubereitung:
Die Aubergine rundherum mit etwas Öl einpinseln und unter dem Backofengrill auf höchster Stufe solange grillen, bis die Haut sich schwarz verfärbt. Das dauert in etwa 15 Minuten. [Normalerweise wird dieser Vorgang im Tandoori-Ofen bzw. über direktem Feuer ausgeübt. Dadurch entstehen rauchige Aromen in der Aubergine, die einen besonderen Geschmack ausmachen]
Die Aubergine aus dem Ofen nehmen, mit kaltem Wasser abspülen, die Haut abziehen und das Fleisch mit einer Gabel zerdrücken. Sind die Fasern zu lang, einfach mit einem Messer klein schneiden.
Den Reis nach Packungsanleitung mit der Quellmethode gar kochen. In der Zwischenzeit die Zwiebel sowie den Knoblauch abziehen und beides sehr fein hacken. Die beiden Chilischoten ebenso fein hacken. Die Tomate fein würfeln.
In einer Pfanne 1 EL Öl erhitzen und die Zwiebel und die Hälfte der gehackten Chilis hineingeben. Gold braun anbraten. In einer zweiten Pfanne das restliche Öl erhitzen und die restlichen Chilis wie auch den gehackten Knoblauch goldbraun anrösten. Zur Zwiebelmischung gesellen sich nun Kurkuma, Chilipulver und Garam Masala. Die Gewürze kurz anrösten lassen.
Zu der Knoblauchpfanne nun die Nüsse hinzugeben und kräftig anrösten.
Die Tomatenwürfel in die Gewürzpfanne geben und sobald diese weich sind, die Aubergine gemeinsam mit den Erbsen hinzugeben. Für etwa 5-7 Minuten aufkochen lassen.
Sind die Nüsse gebräunt, kann der fertig gegarte Reis untergerührt werden. Den Reis gemeinsam mit dem Auberginengericht mit Joghurt und Koriander garnieren und gleich servieren.
Der Reis schmeckt herrlich nussig mit einer Knoblauchnote. Er bringt die optimale Ergänzung zu diesem indischen Auberginengericht, da dort nicht viele Gewürze enthalten sind. Zumindest im Vergleich zu anderen indischen Speisen. Der Joghurt ist bei diesem Gericht nicht zwingend erforderlich, aber er mildert die Schärfe ein wenig. Ich persönlich esse ja liebend gerne sehr scharf. Esst ihr auch so gerne scharf?
Dieses Gericht wird gerne im Norden von Indien, in Panjabi gegessen. Aber auch in weiteren Teilen des Landes, wie im Süden gibt es zahlreiche Abwandlungen davon. Serviert wird es meist mit Fladenbrot, Reis oder einem Joghurt-Gurkensalat. Die Zubereitung ist nicht sonderlich aufwendig, somit eignet es sich auch prima für die Feierabendküche.
Im Sommer werde ich dieses Gericht auch wieder traditionell über dem offenen Feuer geröstet zubereiten können. Das spezielle Raucharoma, dass sich dadurch in der Aubergine bildet, beeinflusst den Geschmack des Gerichtes noch einmal sehr. Dazu frisches Selbst gemachtes Fladenbrot auf dem Feuer angeröstet und eine lauwarme Sommernacht. Oje, ich merke, dass ich schon wieder zu sehr vom Sommer träume :)
Und nun Hände hoch, wer mag denn noch alles so gerne indische Küche wie ich? Was sind eure Lieblingsgerichte?

Kommentare:

  1. Liebe Swetlana,
    ich bin ganz überwältigt von der Farbenpracht, ich komme mir wirklich wie in Indien vor. Ein wunderbares, vegetarisches Essen, das schon nur vom Anschauen Appetit macht.
    Liebe Grüße Sigrid

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    1. Liebe Sigrid,
      ich freue mich jedes mal über deine Besuche bei mir. Vielen Dank dafür und deine lieben Worte :)
      liebe Grüße!

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  2. Ich liiiieeeeebe Indisch, könnte es jeden Tag essen. Daher werde ich sicher bald dein Rezept mal ausprobieren. Kleiner Tipp an alle: Aubergine mehrmals einstechen, sonst kann sie im Ofen platzen ;-)
    LG
    Marinkaefer

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    1. Mein allerliebster Kaefer :D
      ich danke dir für den Tip mit dem Einstechen. Glücklicherweise hatte ich keine Probleme im Ofen, aber das kann ja eine ganz schöne Sauerei geben. Das nächste mal werde ich es vorsichtshalber auch so machen.
      Probiere das Gericht unbedingt mal aus. Du kannst ja auch gerne eine vegane Variante machen. Ich bin mir sicher, dass es dir richtig gut schmecken wird. Mindestens genau so, wie unsere Mailai Koftas, nur mit weniger Aufwand :P
      Lass dich fest drücken!

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  3. Ein wundervolles Gericht, das gut zu meiner Blogparade passen würde. Alle genauen Infos findest du hier: http://www.lavendelblog.de/2016/03/zweiter-teil-blogparade-kulinarisch-um-die-welt/

    Bei der Teilnehmerzahl gibt es keine Beschränkung. Jeder der Lust hat, darf teilnehmen. Ich freue mich, wenn du dabei bist!

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    1. Liebe Anika,
      ich danke dir für deine schnelle Antwort. Gerne werde ich daran teilnehmen, allerdings suche ich mir dafür ein ganz besonderes Rezept aus, am besten aus meinem Geburtsland :)
      Ich freue mich darauf!

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  4. wunderbar, indisch mag ich total gerne, denke da schmecken mir auch die Auberingen besser als wie sonst in den griechischen Gerichten.

    lg netzchen

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    1. Liebes Netzchen,
      ich weiß genau, was du meinst. in den griechischen Gerichten habe ich auch schon erlebt, dass die Aubergine leicht bitterlich war und bitterliche Aubergine ist total bäh :)
      liebe Grüße!

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  5. Ohhh das sieht ja verdammt gut aus. Ich bekomme Hunger.... Wenn ich doch nur nicht so kochfaul wäre...

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    1. Liebe Caro,
      das freut mich, dass dir mein Rezept gefällt. Der Aufwand ist hier auch gar nicht so groß :)

      liebe Grüße!

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  6. Seit meinem Indien in Urlaub liebe ich indisches Essen! Dein Gericht sieht köstlich aus! Ich esse sehr gerne Daal mit Gewürzreis. Beim Inder bestelle ich meisten Chicken Tikka Masala :-)
    Liebe Grüße, Renate

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    1. Liebe Renate,
      Chicken Tikka Masala ist auch eines meiner Favoriten im Restaurant. Schön, du warst bereits in Indien? Ist das Essen so unterschiedlich von dem, was man hier im Restaurant erhält?

      liebe Grüße :)

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