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Donnerstag, 17. August 2017

~Kisir, ein türkischer Bulgursalat~

Nach einer kleinen Sommerpause melde ich mich hiermit wieder offiziell zurück und werde wieder regelmäßig mit meinen Köstlichkeiten versorgen :)
Dieses mal habe ich euch etwas mitgebracht, was während meiner Studienzeit zu einer ganz besonderen Erinnerung geworden ist. 
Ich habe damals sehr viel Zeit mit einer Kommilitonin verbracht, einerseits während der Vorlesungen, andererseits auch privat, vor allem aber während der Prüfungszeit zum gemeinsamen Lernen.Wir waren eher die Sorte Stundentinnen, die eher kurz vor Knapp mit dem Lernen angefangen haben. Dafür aber waren wir meist sehr effektiv und haben uns gleich die ganzen Nächte mit dem Lernstoff um die Ohren gehauen. Wie heißt es so schön: Besser spät als nie ;)
Sie ist eine Dame, geboren in Deutschland, jedoch mit türkischen Wurzeln. Darum kam es dann in einer Nacht dazu, als der Hunger uns fest umgriffen hatte. Wir wollten nicht zu viel Zeit ins Kochen investieren. Somit schlug sie vor, dass sie uns etwas Kisir machen könnte. Ich kannte dieses Gericht nicht und da es ein türkisches Gericht ist, freue ich mich natürlich immer über neue Geschmackserlebnisse :)

Rezept (4 Personen):
* 150g Bulgur
* 1/3 einer Gurke
* 2 mittelgroße Tomaten
* 2 Frühlingszwiebeln
* Saft von einer Zitrone
* 3 EL scharfes Paprikamark
* 1 EL Tomatenmark
* 1/2 Bund Dill
* 1/2 Bund Minze
* 1/2 Bund Petersilie 
* 2 kleine Köpfe Romanasalat
* 1 EL Olivenöl
* Salz, Pfeffer und Chilipulver

Zubereitung:
Den Bulgur nach Packungsanleitung zubereiten. In der Zwischenzeit die Frühlingszwiebeln, Tomaten und Gurken klein schneiden und in eine große Schüssel geben. Die Kräuter abwaschen und ebenfalls fein hacken und zum Gemüse in die Schüssel geben. Sofern der Bulgur durchgezogen ist, gemeinsam mit den restlichen Zutaten in der Schüssel vermengen.
Paprikamark, Tomatenmark und einen Teil Zitronensaft hinzugeben und alles kräftig miteinander vermischen. Mit Salz, Pfeffer, Chilipulver und dem restlichen Zitronensaft nach eigenem Geschmack abschmecken. Die Blätter des Romana abzupfen, waschen und anschließend den Kisir auf den Salatblättern servieren.
Dieses Rezept geht nicht nur unglaublich schnell, es schmeckt auch sehr frisch und leicht. Für mich ist es ein ideales Sommergericht. Die Kombination der leichten Schärfe mit der spritzigen Zitrone ist ein tolles Geschmackerlebnis. Die frischen Kräuter bilden dabei das Highlight und geben in Kombination mit dem Paprikamark diesem Salat seine typische Note.
Es gibt vielerlei Rezeptvariationen von Kisir. Einige machen auch Spitzpaprika hinein, auch sehr lecker :)
Ich habe auch mal ein Rezept im Internet gefunden, in dem Granatapfelsirup zum würzen benutzt wurde. Ich kenne einige Leute, die türkische Wurzeln haben und niemand konnte mir bestätigen, dass sie davon bereits gehört haben. Aber das ist sicherlich auch ein interessantes Rezept.
Eine Arbeitskollegin von mir hat mir sogar kürzlich etwas hausgemachten Kisir ihrer Mutter mitgebracht und darin waren nicht einmal Gurke und Tomate enthalten. Dennoch war alles so gut abgestimmt und stimmig, dass der Salat auch kein frisches Gemüse nötig hatte. Probiert es doch einmal aus und berichtet mir, wie euch Kisir am besten schmeckt :)
Ich wünsche euch allen einen fantastischen Start ins Wochenende. Ich freue mich sehr über eure Kommentare!

Mittwoch, 9. März 2016

~Lamm-Tajine mit getrockneten Aprikosen und Datteln~

Endlich ist es geschehen! 
Ich habe schließlich die Zeit und die Muße gefunden meine tolle Tajine einzuweihen. Darauf habe ich schon so lange gewartet. Ich habe sie in meinem Urlaub in Marokko im Jahr 2014 gekauft. Jedoch, irgendwie vergeht die Zeit einfach zu schnell und plötzlich haben wir bereits das Jahr 2016. Und so kam es, dass ich sie bisher noch nicht benutzt habe.
Der Urlaub in Marokko war ein ganz schönes Abenteuer. Mit dem Miteauto ging es von Marrakesch bis in die Wüste. Dabei ist das Auto unterwegs kaputt gegangen. Natürlich passiert so etwas immer nur, wenn man gerade in der Pampa ist, keine Zivilisation sieht, der Handyempfang wahnsinnig schlecht ist und dabei stellt man auch noch fest, dass die Wasservorräte zu Ende sind, bei 35°C Außentemperatur.
Nun, was würdet ihr in so einer Situation machen? Für mich sind solch Situationen total typisch. Besonders auf Reisen erlebe ich immer die größten Abenteuer und meine Eltern sind jedesmal besorgt und hoffen das Beste. Zumindest wird es dadurch niemals langweilig mit mir :)
Letztlich sind wir gut aus dieser Situation herausgekommen. Wir mussten zwar 7 Stunden auf ein Ersatzauto warten, aber uns hat eine einheimische sehr einfach lebende Berber-Familie zu sich nach Hause eingeladen. Das war ein ganz besonderes Erlebnis. Das sind wirklich Menschen, die geben auch Fremden Menschen alles, was sie haben. Dabei haben sie selbst wirklich gar nichts. Sie produzieren ihr Olivenöl für den Eigenbedarf selbst. Es war das beste Olivenöl, dass ich je gekostet habe. Als Zeichen ihrer Gastfreundlichkeit, hat mir die Mutter des Hauses etwas von diesem Olivenöl abgefüllt und geschenkt.
Aber letztlich sind das doch die Geschichten, die immer in Erinnerung bleiben und die man dann gerne immer wieder erzählt? Habt ihr auch schon abenteuerliche Urlaube erlebt?
Zutaten (4 Personen):
* 250g Lammfleisch (Hüfte)
* 1 Möhre
* 1 großes Stück Ingwer
* 1 Zwiebel
* 3 Knoblauchzehen
* 1 Hand voll getrocknete Aprikosen
* 1 Hand voll getrocknete Datteln
* 100g Kichererbsen (weichgekocht)
* 150g Bulgur
* 1 Zimtstange
* 1 TL Kreuzkümmel
* 1 TL Harissa
* 1 TL Tomatenmark
* 1 TL Kurkuma
* 1 TL gemahlene Nelken
* 1 TL gemahlener Koriander
* 1 TL Raz-el-Hanout
* 1 TL Zimtpulver
* 400 ml Rinderbrühe
* 1 kleiner Bund Koriander
* 2 EL Olivenöl
* 100 ml kochendes Wasser
*Salz und Pfeffer

Zubereitung:
Zunächst das Fleisch in mundgerechte Würfel schneiden. Die Möhre, Zwiebel und den Knoblauch abziehen und fein hacken. Das Olivenöl in der Tajine erhitzen. Das Fleisch hinzu geben und scharf anbraten. Nach 2 Minuten die Zwiebel und den Knoblauch hinzugeben. Zwischenzeitlich den Ingwer schälen, fein hacken und ebenso in die Tajine geben. 
Alle Gewürze hinein geben, Salz und Pfeffer nach Geschmack, und kurzzeitig anschwitzen lassen. Die Kichererbsen sowie die Möhren hinzugeben.Das Tomatenmark hinzugeben und für etwa weitere 3 Minuten anbraten. Mit der Brühe ablöschen. Die Zimtstange hinein geben und die Tajine zugedeckt bei mittlerer Temperatur vor sich hin köcheln lassen.
Den Bulgur nach Packungsanleitung gar kochen. Die Datteln entsteinen und klein hacken. Die Aprikosen mit dem heißem Wasser überbrühen und für etwa 15 Minuten einweichen lassen. Die Datteln zur Tajine geben, die Aprikosen samt Wasser mithilfe eines Mixstabes zu einem groben Püree verarbeiten und ebenso zur Tajine geben. Nach einer Kochzeit von etwa 30 Minuten ist die Soße in der Tajine sämig geworden und kann gemeinsam mit dem Bulgur und dem Koriander serviert werden.
Das Lammfleisch ist total zart durch die schonende Garmethode in der Tajine. Die Soße hat eine fruchtige Note, aber auch durch den Ingwer wie auch Harissa eine lechte Schärfe. Die Möhren sind noch schön knackig. 
In Marokko selbst ist jedes Gemüse, welches in der Tajine zubereitet wird, immer vollständig durchgegart. Für mein Empfinden sogar überkocht. Darum lasse ich gerne mein Gemüse in marokkanischen Rezepten auch noch ein wenig bissfest. Was sagt ihr zum Thema bissfest und Gemüse?
Die Reise nach Marokko war ein wunderschönes Erlebnis. Alleine das schlendern auf den Märkten, bzw. Souks ist unbeschreiblich. Kulinarisch hatte ich mein tollstes Erlebnis während des Urlaubes in der Wüste. Dort haben wir gemeinsam mit einer Beduinenfamilie eine Nacht verbracht. Am Abend haben sie uns ein leckeres 3-Gänge-Menü unter freiem Sternenhimmel zubereitet. Dazu gab es Gesang am Lagerfeuer.
Wer von euch war denn auch schon mal in Marokko und was habt ihr dort Besonderes erlebt? :)

Diesen Beitrag schicke ich gleich rüber zu Anika vom Lavendelblog. Bei ihr gibts nämlich ein tolles Blogevent, bei dem es einmal kulinarisch um die ganze Welt geht. Klickt doch mal rüber :)
Blogparade Kulinarisch um die Welt

Montag, 30. November 2015

~Ragout aus 1001 Nacht~

Der Traum von Aladdin, Jasmin und den arabischen Nächten wie aus 1001 Nacht.
Wer hat als Kind nicht davon geträumt, als gerade Disney's Aladdin im Fernseher lief? Ein fliegender Teppich, ein Flaschengeist, Ali Baba und seine Räuber...
Heutzutage bedeutet der Orient für mich vor allem eines: traumhaft gutes Essen und unglaubliche Gewürze :)
Ich liebe Gewürze! Ich könnte den ganzen Tag auf Gewürzmärkten verbringen und dort stöbern wie auch einkaufen. Besonders im arabischen Raum, wo die Gewürze einerseits ein unheimlich intensives Aroma haben, andererseits so majestätisch präsentiert werden. Habt ihr schon mal diese "Gewürztürme" gesehen? Das ist so faszinierend und man fragt sich gleich: Wie geht das? Wie bekommen sie das so perfekt hin? ich war von diesem Anblick total begeistert. Hinzu die Düfte in der Luft von all den wertvollen Aromen.
Meine Liebe zu dieser beeindruckenden Gewürzwelt begann während eines Urlaubes in Marrakesch. Inspiriert von der Erinnerung an die Momente, in denen ich durch die Souks der Stadt schlenderte, vor kleinen verwinkelten Gassen stand, die vollständige Orientierung in der Medina verlor und dann doch wieder irgendwie am imposanten Djemaa el Fna herauskam, habe ich euch ein sagenhaftes Hühnchen-Ragout mitgebracht:
So viele fantastische Aromen aus der orientalischen Welt werden hier gemeinsam kombiniert und bringen den Zauber aus 1001 Nacht in dieses Ragout :)

Zutaten (2 Personen):
* 300g Hähnchenbrustfilet
* 2 hartgekochte Eier
* 1 Zwiebel
* 3 Knoblauchzehen
* 100g geschälte ganze Mandeln
* 1 Chilischote
* 100ml trockener Weißwein
* 250 ml Geflügelbrühe
* 1 TL Kurkuma
* 1 TL Ras-el-Hanout
* 1/2 TL Safranfäden
* 2 EL Öl
* 1 Bund Koriander
* 200g Basmatireis
* 50g Berberitzen
* 1 Limette
* Salz und Pfeffer
Zubereitung:
Die Hähnchenbrustfilets abbrausen, trocken tupfen und in mundgerechte Stücke schneiden. Zwiebel und Knoblauch abziehen, fein hacken. Öl in einer großen Pfanne erhitzen. Zwiebel, Knoblauch und Mandeln darin glasig dünsten. Das Fleisch mit hinzugeben und das Ganze etwa 5 Minuten scharf anbraten. Die Chilischote in Ringe schneiden und zum Fleisch geben. Die Gewürze darüberstreuen (einschließlich Salz und Pfeffer nach Geschmack) und kurzzeitig mit braten. Anschließend mit dem Weißwein ablöschen.
Zwischenzeitlich den Reis nach Packungsanweisung gar kochen. Wer mag gibt eine Prise Kurkuma hinzu, dadurch erhält der Reis eine wundervolle gelbliche Farbe und ein zart orientalisches Aroma.
Sobald der Wein auf etwa die Hälfte der ursprünglichen Menge eingekocht ist, die Geflügelbrühe hinzu schütten. Das Ragout für etwa 10-15 sanft und leise vor sich hin köcheln lassen.
Die Berberitzen unter den fertigen Reis mischen und mit der Schale sowie dem Saft der Limette abschmecken. Ein wenig Koriander klein hacken und ebenfalls unter die Reis-Mischung geben. Eier schälen und in Achtel schneiden. Den fertigen Reis gemeinsam mit dem Ragout und den Eiern servieren. Mit Koriander bestreuen.
Die Farben des Orient spiegeln sich nicht nur im Aussehen wieder, auch im Geschmack entfalten sich die herrlich duftenden Gewürze vollkommen. Das Ei und Koriander sind schöne Gegenspieler für die Aromen und runden das kulinarische Ragout perfekt ab.
Dieses Ragout ist meine Version von 1001 Nacht, dem Traum von einem fliegenden Teppich, einer Wunderlampe mit Flaschengeist, Ali Baba und seinen Räubern, traumhafte Paläste und orangefarbene Sonnenuntergänge über den einfachen Lehmhütten der Stadt. Lediglich Moscheen und Paläste schmücken das Panorama. 
Mit dieser Köstlichkeit beginnt ihr automatisch mit jedem einzelnen Bissen euer eigenes Märchen aus 1001 Nacht zu träumen. Somit:
Packt euer Messer und Schwert, dort hat Mut seinen Wert, es ist schwer, doch das wär gelacht.
Traut euch nur, kommt vorbei, geht zum Teppichverleih, und flieg hin zur arabischen Nacht!
Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachkochen und genießen :)



Dienstag, 3. November 2015

~orientalische Hackfleisch-Kichererbsen-Suppe mit selbst gebackenem Fladenbrot~

Egal wie viele schöne Seiten der Herbst bietet, der Herbst ist leider auch die große Erkältungszeit. In der U-Bahn husten alle, auf der Arbeit sind viele bereits krank geschrieben. Auch mich hat es nun erwischt. Es ist ja auch immer nur eine Frage der Zeit, wenn bereits alle in der Umgebung kränkeln. Zum Kurieren bevorzuge ich es, mir etwas Ruhe zu gönnen, trinke viel Tee und esse gerne heiße Suppen. Schön ist es auch noch, wenn Freunde dich besuchen kommen und man gemeinsam eine Suppe zubereiten und genießen kann :)
Ich esse sehr gerne Suppen. Bei uns zu Hause gab es immer viele Suppen, sobald es draußen kalt wurde. Darunter gab es auch ganz viele russische Rezepte. Es war immer sehr schön, wenn ich nach der Schule den Heimweg durch die Kälte antrat, durchgefroren zu Hause ankam und meine Mama gleich lächelnd sagte: "Schnell, zieh deine Sachen aus, zieh dir dicke Socken an, setz dich auf die Couch und ich mache die Suppe gleich warm. Möchtest du auch Brot dazu?"
Und egal, welche Suppe es gab, bei Mama haben sie alle geschmeckt! Yummy! Da komme ich aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus.... leckere Sauerampfer-Suppe, Borschtsch, Linsensuppe, Schnippelbohnen-Suppe, ... und und und ...
Wahrscheinlich habe ich das von meinem Papa. Er stürmt an kalten Tagen nach der Arbeit auch immer gleich in die Küche und sucht die Suppe auf dem Herd und der Topf wird bis zum letzten Tropfen ausgeleert :)
in meiner Küche habe ich gerade sehr viel Vergnügen meine orientalischen Gewürze zu testen und einzusetzen. Die Düfte erinnern mich gleich an Marrakesch und dem Traum von 1001 Nacht. Somit habe ich eine orientalische Suppe mitgebracht.

Zutaten für 2-4 Personen:
* 250g Rinderhackfleisch        
* 1 Dose Kichererbsen
* 100g rote Linsen
* 80g Reis  
* 2 kleine Zwiebeln
* 1 Knoblauchzehe
* 1 EL Olivenöl
* 1 Liter Gemüsebrühe  
* 200g Naturjoghurt (10% Fett)
* 1 Bund Dill
* 1 Bund Minze
* 3-4 Stängel Petersilie
* 1 EL Kurkuma
* 1 EL Kumin
* 1 TL gemahlener Koriander
* Salz und Pfeffer

Zubereitung:
Eine Zwiebel schälen und fein hacken. In eine Schüssel gemeinsam mit dem Hackfleisch geben. Die Petersilie abbrausen, trocken tupfen, fein hacken und ebenfalls in die Schüssel geben. Die Zutaten miteinander vermengen. Anschließend mit Salz und Pfeffer würzen. (Da ich von der Zubereitung des Fladenbrotes noch ein Eiweiß übrig hatte, habe ich es als Bindemittel ebenfalls mit vermengt, ist aber kein Muss.) Aus der Hackfleischmasse walnussgroße Bällchen formen und zunächst beiseite stellen.
Die zweite Zwiebel und den Knoblauch abziehen, fein hacken und in einem Topf in Olivenöl glasig dünsten. Kumin, gemahlener Koriander und Kurkuma hinzugeben und kurz rösten. Die roten Linsen hinzugeben und mit der Brühe ablöschen. Den Topfinhalt zum kochen bringen, darauf den Reis hinzugeben. Das ganze für etwa 10 min. kochen lassen. 
Zwischenzeitlich den Dill und die Minze abwaschen und fein hacken. Die Kichererbsen abtropfen, mit Wasser abspülen und gemeinsam mit den Hackbällchen vorsichtig zur Suppe geben. Sobald die Linsen und der Reis gar sind, die Flamme gleich abschalten. 
Den Topf zur Seite stellen. Joghurt vorsichtig einrühren und die Suppe nochmals mit Salz und Pfeffer nach persönlichem Geschmack würzen. Die Kräuter in die Suppe hineingeben, Umrühren und heiß Servieren.

Zutaten Fladenbrot (1 großes Laib):
* 250g Mehl
* 20g Hefe
* 150 ml lauwarmes Wasser 
* 1 EL Joghurt (10% Fett)
* 1 EL Olivenöl
* 1 EL Salz
* 1 TL Zucker
* 1 Eigelb
* Sesam zum Bestreuen

Zubereitung:
Das Mehl in eine Schüssel geben und in die Mitte eine Mulde drücken. Die Hefe in die Mulde bröckeln und einen Schluck vom lauwarmen Wasser hineingießen. Die Hefe im Wasser unter Rühren vorsichtig auflösen und anschließend mit dem Mehl leicht verrühren. Den Joghurt und das restliche Wasser hineingeben. Salz und Zucker hinzugeben und alles kräftig vermengen. Den Teig für 30 min. abgedeckt an einem warmen Ort gehen lassen. Die Arbeitsfläche bemehlen, den Teig nochmals durchkneten und auf die Arbeitsfläche geben. Nochmals für etwa 20 min. gehen lassen. Den Backofen auf 220° Grad vorheizen. Aus dem Teig einen schönen Fladen formen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. Erneut für etwa 20 min gehen lassen. Die Finger anfeuchten und kleine Mulden ins Brot drücken. Nun mit einem Pinsel das Eigelb darauf auf die Oberfläche streichen und die Sesamkörner darüber streuen. Für etwa 15-20 min. goldgelb im Ofen backen.
Aufgeschnitten kommt gleich ein leichter Hefegeruch entgegen, der sich unmittelbar mit dem Geruch von gerösteten Sesamkörnern vermischt. Die Kruste ist schön kross und die Krume des Fladenbrotes ist locker und luftig. Am besten gleich zur Suppe servieren, denn ofenfrisches Brot schmeckt immer am Besten.
Wer es gerne etwas schärfer in der Suppe mag, kann die Suppe einfach mit Harissa oder auch Chilipulver beliebig schärfen. Russische Suppen schärfen wir sehr gerne mit "Adzhika", ein scharfer Tomaten-Paprika Dip. Aber dazu erzähle ich euch mehr, wenn ich auch ein passendes Rezept aus der russischen Küche mitbringe, selbstverständlich ein Rezept, dass ich von meiner Mama habe :)
Wie sieht es bei euch aus?Mögt ihr Suppen? Was ist da euer Favorit?  

Freitag, 30. Oktober 2015

~Kabeljau in Portwein-Feigensoße auf orientalischem Couscous~

Da stelle ich doch glatt fest, ich habe hier noch kein Rezept mit Fisch mitgebracht? Dabei mag ich unsere Wasserbewohner in sämtlichen Varianten und Formen :)
Ob roh im Sushi, zart gedünstet in der Folie, gebraten in der Pfanne, mit einer köstlichen Soße überbacken im Ofen, knusprig vom Grill, oder im Biergarten als Steckerlfisch.
Doch am besten schmeckt mir Fisch fangfrisch aus dem Meer im Urlaub. Ein Restaurant mit Meeresblick, blauer Himmel, strahlender Sonnenschein und dazu ganz wichtig bei mir: Nein, kein Cocktail.... sondern so ungewöhnlich, wie es auch klingen mag... dazu freue ich mich über ein Glas frisch gepresster Wassermelonensaft! Ich weiß, dass ich da so mache Eigenheiten habe :)
Das Meer rauscht im Hintergrund und man kann den Wellen dabei zuschauen, wie sie am Strand aufschlagen. Da bekomme ich gleich wieder Fernweh. Wohin ging euer letzter Urlaub und welches Essen verbindet ihr damit? 
Im schwelgen schöner Urlaubserinnerungen habe ich mich inspirieren lassen und dabei ist eine fantastische Kombination entstanden: zarter Kabeljau trifft auf eine süße Portwein-Feigensoße und wird umgarnt von einem orientalischen Würzcouscous.
Zutaten für 2 Personen:

* 2 Kabeljaufilets
* 200g Couscous
* 1 Möhre
* 2 kleine Zwiebeln
* 2 Knoblauchzehen
* 100g gehackte Mandeln
* 7 Feigen
* 1 kleine Knolle Ingwer
* 1 Dose geschälte Tomaten
* 200ml Portwein
* Zitronensaft von etwa 2 Zitronen
* 2 EL Zimt
* 1 Bund Dill
* 4 EL Olivenöl
* 2 EL Mehl
* Salz und Pfeffer

Zubereitung:
Die Mandeln in einer Pfanne ohne Zugabe von Fett goldbraun rösten, beiseite stellen. Die Zwiebeln und Knoblauch abziehen und fein hacken. Die Hälfte der Zwiebel-Knoblauch-Mischung in einer Pfanne mit 1 EL Öl andünsten. Die Möhre schälen, fein reiben und in die Pfanne geben. Einige Minuten scharf anbraten. Wenn die Mischung eine leichte Bräune aufgenommen hat, ebenso beiseite stellen.
Währenddessen 1 EL Öl in einem Topf erhitzen. Die andere Hälfte der Zwiebel-Knoblauch-Mischung darin glasig dünsten. Die Dose mit den Geschälten Tomaten öffnen und in den Topf geben und aufköcheln lassen. Die Feigen schälen und in kleine Stücke schneiden, zu der Soße geben. Aufkochen lassen und anschließend fein pürieren. Den Portwein eingießen und nochmals aufköcheln lassen.
Den Fisch abbrausen und trocken tupfen. Von beiden Seiten salzen und Pfeffern, mit ein paar Tröpfchen Zitronensaft beträufeln und von beiden Seiten in Mehl wenden. In einer Pfanne 2 EL Öl erhitzen und den Fisch von beiden Seiten zart golden darin braten.
Die Soße mit 1 EL Zimt, etwas Zitronensaft,dem geriebenen Ingwer, Salz und Pfeffer abschmecken.
In einer Schüssel den Couscous nach Packungsanweisung zubereiten. Mit den Mandeln und der Möhrenmischung vermengen. Dill klein schneiden, gemeinsam mit 1 EL Zimt, Salz, Pfeffer und ein wenig Zitronensaft den Couscous abschmecken.
Alles gemeinsam auf einen Teller geben und bei Bedarf mit ein wenig Dill und gehackten Mandeln verzieren.
Die Süße der Feigen verbinden sich gleich mit dem Ingwer und Zimt in der Soße zu einem einzigartigem Erlebnis. Ich habe den Fisch absichtlich mit Mehl ummantelt, denn dadurch bindet er mehr von dieser köstlichen Soße, die man mit jedem einzelnen Bisses mehr genießt.
Der Couscous schmeckt durch die Mandeln sehr knackig und durch den Dill sowie Zimt und Zitronensaft ergänzt er das Gericht und rundet es hervorragend ab. Wer gerne orientalische Gewürze mag, der wird in diesem Rezept sicherlich aufblühen.
Ich freue mich über eure Kommentare und wünsche euch einen guten Start ins Wochenende :)
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