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Montag, 30. Mai 2016

~Buttermilch-Hühnchen mit grünem Spargel an Süßkartoffelstampf~

Manchmal blickt man auf sein Leben und stellt fest, dass man rundum einfach zufrieden ist. Alles ist derzeit harmonisch. Zumindest ergeht es mir zurzeit so. Ich bin sehr glücklich und genieße all die schönen Momente, die ich gegenwärtig erleben darf :)
Die Grillsaison wurde bereits eröffnet, die Vorfreude auf die Fussball-EM steigt mit jedem einzelnen Tag. Endlich habe ich es auch mal wieder geschafft meine Eltern und die Freunde in der Heimat zu besuchen. Das Wetter wird allmählich auch stückchenweise sommerlich.
Wann hattet ihr das letzte mal das Gefühl vollkommener Zufriedenheit, vielleicht sogar Glückseligkeit? Oftmals vergessen wir das zu schätzen, was wir bereits haben. Oder wir machen uns zu viele Gedanken über Dinge, anstelle einfach den Moment voll und ganz auszukosten.
Zutaten (2 Personen):
* 2 Hähnchenbrustfilets
* 10 Stangen grüner Spargel
* 10 Scheiben Bacon
* 1 Schalotte
* 3 Knoblauchzehen
* 1 Stängel Kirschtomaten
* 150ml Buttermilch
* 3 Süßkartoffeln
* 50g Cheddar
* 1 EL Kumin
* 1TL Paprika edelsüss
* 1/2 TL Chilipulver
* 1/2 TL getrockneter Oregano
* Salz und Pfeffer
* 1EL Olivenöl
* 2 EL Butter


Zubereitung:
Den Backofen auf 200°C (Ober- & Unterhitze) vorheizen.
Alle Gewürze gemeinsam mit dem Olivenöl miteinander vermischen und die Hähnchenbrustfilets damit rundherum bestreichen. Um jeweils zwei Stangen Spargel eine Scheibe Bacon wickeln. In einer Pfanne 1 EL Butter erhitzen und die Spargel-Bacon-Päckchen rundherum scharf darin anbraten. Eine Auflaufform bereit stellen und die fertigen Päckchen hineinlegen. In der gleichen Pfanne das Fleisch auf jeder Seite ca. 3 Minuten scharf anbraten, ebenfalls in die Auflaufform legen. Die Pfanne vom Herd nehmen und 100ml Buttermilch hineinschütten, damit alle Aromen aufgenommen werden. Die Buttermilch über die Auflaufform gießen. Die Schalotte wie auch die Knoblauchzehen abziehen, die Schalotte grob hacken und mit den ganzen Knoblauchzehen in die Auflaufform geben. Die Kirschtomaten hinzulegen und das Ganze für etwa 25-30 Minuten im Ofen backen.
Währenddessen die Süßkartoffeln schälen und in kleine Würfel schneiden. In kochendem Salzwasser gar kochen. Anschließend abgießen, 1 EL Butter und 50ml Buttermilch hineingeben. Die Süßkartoffeln stampfen. Den Cheddar reiben und unter das Püree heben. Bei Bedarf mit Salz und Pfeffer abschmecken. Gemeinsam mit dem Hühnchen und dem Spargel anrichten.
Die Würzmischung auf den Hähnchenbrustfilet ist fabelhaft würzig jedoch nicht zu intensiv. Spargel und Bacon sind eine traumhafte Kombination und schmecken sicherlich jedem, ob groß oder auch klein. Die Süße des Pürees bietet einen gelungenen Kontrast zur Würze des Hähnchens. Die Kirschtomaten sind noch sehr saftig und unterstützen die Süße des Süßkartoffelstampfes.
Ich liebe Süßkartoffeln. Ich habe euch bereits hier erzählt, dass es tatsächlich in meinem Umkreis jemanden gibt, der bisher keine Berührung mit Süßkartoffeln hatte. Zumindest er ist nun durch mich überzeugt und isst jedes Süßkartoffelgericht mit Genuss :)
Vor allem meine Süßkartoffel-Cookies waren der Hit und wurden unglaublich schnell verschlungen. Vielleicht überzeugen die auch euch?
Fiebert ihr auch schon der Fussball-Europameisterschaft entgegen? Wir machen auf der Arbeit immer eine Tippgemeinschaft, das bringt immer sehr viel Spaß mit sich. Besonders wenn die "Kenner" anfangen mit ihren Wehklagen, dass die "Nichtkenner" besser abschneiden. Na, wer von euch kennt das zu gut? :)

Dienstag, 12. April 2016

~Quinoa-Risotto mit Hühnchen & zweierlei Spargel~

Draußen blüht es allmählich in jeder Ecke.
Die Sonne gibt sich immer größere Mühe uns wärmere Temperaturen zu liefern und die Eisdielen sind wieder geöffnet. Auch ich habe bereits mein erstes Eis bei einem Frühlingsspaziergang genossen. Um ehrlich zu sein, es war ein frozen Joghurt. Aber es fällt doch beides in die gleiche Kategorie. Die Frühlingsgefühle sind da und auch bei vielen Menschen zu sehen :)
Neben meinem geliebten Bärlauch freue ich mich im Frühling besonders über frischen Spargel. Den könnte ich jetzt jeden Tag essen. Es gibt ja auch so viele wunderbare Rezeptideen wie auch Rezeptvariationen. Umso erstaunter war ich, als ich kürzlich festgestellt habe, dass es auch Menschen gibt, die Spargel nicht so sehr mögen. Aber ich habe ja auch die Einstellung, dass es nur richtig zubereitet werden muss und dann schmeckt es auch jedem. Oder wie ist eure Meinung dazu? 
Ich weiß noch ganz genau, wie meine Mutter vor vielen Jahren zum ersten mal weißen Spargel mit nach Hause gebracht hat. Wir haben ihn ganz klassisch mit gekochten Kartoffeln und Sauce Hollandaise gegessen. Fortan war die ganze Familie begeistert und wir freuten uns immer gemeinsam auf die schöne Spargelzeit. Meistens hat ihn meine Mutter auf diese klassische Weise serviert. Schmeckt ja auch vorzüglich :)
Da ich gerne kreativ und experimentierfreudig bin, landet bei mir der Spargel nur sehr selten auf die herkömmliche Weise auf meinem Teller.

Zutaten (4 Personen):
* 250g Quinoa
* 1 große Zwiebel
* 3 Zehen knoblauch
* je 5 Stangen grünen und weißen Spargel 
* 250g Hähnchenbrustfilet
* 30g Bärlauch
* 100g Parmesan
* 250ml Weißwein
* 1 Liter Hühnerbrühe
* 4 EL Olivenöl
* 1 gestrichenerTL Zucker
* Salz und Pfeffer

Zubereitung:
Zwiebel und  Knoblauch abziehen und fein hacken. Den weißen Spargel schälen, die holzigen Enden von beiden Spargelsorten abschneiden und in mundgerechte Stücke klein schneiden. Das Hähnchenbrustfilet sanft abbrausen, trocken tupfen und ebenfalls klein schneiden. Den Quinoa gründlich abwaschen.
In einem Topf 2 EL Olivenöl erhitzen. Die Zwiebel und den Knoblauch darin glasig braten. Nun Quinoa hinzugeben und für weitere 2-3 Minuten braten. Mit dem Weißwein ablöschen und zum köcheln bringen. Währenddessen in einer Pfanne das restliche Olivenöl erhitzen. Das Hühnchenbrustfilet darin für etwa 5 Minuten scharf anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen, den Spargel zum Hühnchen geben und weiter braten. 
Sobald der Weißwein zu 2/3 verkocht ist, eine Kelle Hühnerbrühe zum Quinoa geben. Sobald diese wieder verkocht ist, den Vorgang mit der Brühe wiederholen, bis der Quinoa bissfest ist.
Über die Hühnchen-Spargel-Mischung den Zucker verstreuen und kurz karamellisieren lassen. Die Pfanne beiseite stellen.
In der Zwischenzeit den Bärlauch klein hacken und den Parmesan fein reiben. ist der Quinoa bissfest, kann die Hühnchen-Spargel-Mischung  und der Bärlauch hinzu gegeben werden. Das Ganze kräftig umrühren. Eine letze Kelle Hühnerbrühe hineinschütten und auf die gewünschte Konsistenz einkochen lassen. Den Parmesan letztlich einrühren, bei Bedarf nochmals mit Salz und Peffer abschmecken und sofort heiß servieren.
Es war mein erstes Risotto mit Quinoa anstelle von Reis. Ich persönlich war begeistert. Eine wirklich sehr leckere Alternative zum Original Risotto. Besonders der nussige Geschmack harmoniert hervorragend zum Spargel, obendrein auch noch mit dem Parmesan. Ich nehme bei meinen Gerichten mit Wein immer gerne eine höhere Menge als üblich und lasse dabei den Wien niemals komplett verkochen. Dadurch bleibt ein stärkeres Weinaroma erhalten. Folglich empfehle ich nur Weine zum Kochen zu verwenden, die auch dem persönlichen Geschmack entsprechen :)
Esst ihr auch gerne Spargel in anderen Variationen als dem Klassiker mit Sauce Hollandaise? Als ich kürzlich einige Rezepte zur Inspiration gesucht habe, habe ich festgestellt, dass der Online-Shop Hagen Grote sehr interessante Rezepte zu bieten hat, unter anderem auch viele mit Spargel. Klickt doch mal rein und schaut selbst. Den schönen Servierteller findet man obendrein dort auch gleich dazu :)
Im übrigen hat dieses Risotto auch einen "Nicht-Spargel-Freund" überzeugt. Genau deswegen habe ich auch die Einstellung, dass es letztlich auf die Zubereitung ankommt. Ich selbst bin auch von vielen Lebensmitteln erst nach einer besonderen Zubereitung überzeugt wurden. Vielleicht erinnert ihr euch noch an meine Geschichte vom "Bösen" Spinat, den ich nun sehr gerne esse? :)
Ich freue mich bereits jetzt schon darauf, das nächste mal jemanden überzeugen zu können. Und wenn das nicht gleich klappt, hoffe ich wenigstens auf ein Anfreunden.
Habt ihr schon jemanden mit einem Lebensmittel überzeugt, dass die-/derjenige nicht unbedingt mochte? Was habt ihr da feines zubereitet? Ich glaube bei Kindern kommt die Herausforderung des Öfteren vor und erfordert einige Kreativität. 

- Dieser Post entstand in freundlicher Unterstützung mit Hagen Grote-

Sonntag, 20. März 2016

~Plov mit Hühnchen~ ein usbekisches Gericht aus meiner Kindheit

In meiner Kindheit gab es viele Gerichte, deren Rezepte meine Mama aus unserer Zeit in Kasachstan mitgebracht hatte. Vieles habe ich als Kind einfach zu häufig gegessen und konnte es dann irgendwann nicht mehr sehen. Wie bereits bei meinem Borschtsch schon erwähnt, gab es diese Gerichte nämlich überall. Nicht nur zu Hause bei meiner Mama, sondern auch bei sämtlichen Verwandten. 
Je älter ich werde, desto stärker weiß ich all diese Gerichte zu schätzen. Eben weil ich all jene Leckereien mit meiner Kindheit verbinde und diese habe ich wirklich sehr genossen :)
Da ich meine Eltern nur noch wenige Male im Jahr sehe, ist es für mich immer wieder etwas Besonderes, wenn wir dann gemeinsam eines dieser Gerichte zubereiten und ich mich dadurch wieder an frühere Tage erinnern kann. An Tage, die wir noch alle gemeinsam in einem Haus verbracht haben.
Diese Rezepte werden so an mich weiter getragen und ich kann sie somit auch mit meiner Schwester gemeinsam kochen, wenn wir uns nach unserer Familie sehnen. Wie oft seht ihr eure Familie? Bei uns sind es leider nur noch 3-4 mal im Jahr.
Plov ist eben so ein Gericht aus meiner Kindheit. Es ist ähnlich dem im arabischen Raum bekannten Pilaw. Aber für mich persönlich natürlich noch viel leckerer :)
Da ich gerade meine Eltern besuche, habe ich gleich die Gelegenheit genutzt und gemeinsam mit meiner Mama Plov gekocht.
Zutaten (6 Personen):
* 500g Langkornreis
* 300g Hühnerfleisch (Keulen, Brust)
* 100g gekochte Kichererbsen
* 100g eingeweichte Rosinen
* 50g eingeweichte Beberitzen
* 200g geraspelte Möhren
* 2-3 große Zwiebeln in grobe Streifen geschnitten
* 125 ml Öl
* 1 TL Kreuzkümmel (ganz)
* 4 Knoblauchzehen (mit Haut)
* 1/2 Bund Petersilie
* Salz und Pfeffer
Zubereitung:
Das Öl in einem Bräter sehr heiß werden lassen, bis sogar ein leichter Rauch aufsteigt. Das Fleisch hinzugeben und schraf rundherum anbraten. Das Fleisch mit Salz und Pfeffer intensiv abschmecken, denn der Reis muss später auch diese Würze aufnehmen können.
Eine Hand voll von den Möhren sowie der Zwiebeln zu dem Fleisch geben und für etwa 5 Minuten anbraten, damit das Öl die Aromen und etwas Farbe aufnehmen kann. In der Zwischenzeit den Reis unter kaltem Wasser mehrmals abspülen, damit sich die Stärke herauslöst.
Nun werden alle Zutaten im Bräter geschichtet. Eine Portion von dem Reis über dem Fleisch verteilen, Möhren wie auch Zwiebeln darüber streuen. Ein Teil der Kichererbsen mit einem Teil der eingeweichten getrockneten Früchte darauf verteilen. Eine Prise des Kreuzkümmels darauf streuen. Jetzt wieder mit dem Reis beginnen. Das Ganze wiederholen und die allerletzte Schicht mit Reis abschließen. Die Knoblauchzehen in den Reis verteilt hinein stecken.
Schließlich so viel heißes Wasser in den Bräter gießen, sodass das Gericht bedeckt ist. Am einfachsten ist es, das Wasser vorsichtig am Rand des Bräters hinein zu schütten. Bei Bedarf noch einmal mit Salz und Pfeffer abschmecken. Den Bräter mit einem Deckel verschließen und den Inhalt für etwa 30 Minuten auf kleine Flamme köcheln lassen. Dabei das Gericht nicht umrühren und den Deckel nicht öffnen. Das Gericht ist fertig sobald der Reis gar ist und kann anschließend auf einer Servierplatte angerichtet werden. Erst den Reis darauf verteilen, dann das Fleisch, dass sich im Bräter auch an unterster Stelle befindet. Die Knoblauchzehen dabei wieder entfernen.
Zuletzt das Reisgericht mit Petersiele bestreuen und sofort servieren.
Der Reis ist luftig locker, das Fleisch ist unglaublich zart. Das Aroma der Zwiebel-Möhren-Mischung ist vollständig in das Gericht übergegangen und bildet die typische Note, die maßgeblich für diese Speise ist.
Das schöne in der Zeit der Sowjetunion war es, dass unglaublich viele unterschiedliche Nationen im selben Land gewohnt haben. Dadurch haben sich so viele Essensgewohnheiten vermischt und die unterschiedlichsten Küchen wurden dort gekocht wie auch angeboten. Das ist eben der Vorteil einer multikulturellen Gesellschaft :)
Ich freue mich sehr darüber, dass meine Mama mir all diese multikulturellen Rezepte weiterreicht und wir sie auch gemeinsam zubereiten können. Ich bin dankbar, dass ich so eine tolle Mama habe. Ich bin auch dankbar, dass ich einen tollen Papa habe, der immer für mich da ist und erst recht bin ich für meine tolle Schwester dankbar. Die alle Zeiten mit mir durchsteht und an meiner Seite ist. Zusammenhalt ist in unserer Familie schon immer wichtig gewesen.
Jetzt bin ich ganz schön sentimental geworden. Aber so bin ich immer, wenn ich mich im Hotel Mama einquartiere :)
Vielleicht könnt ihr mich da verstehen und seid auch so?
Wie versprochen, liebe Anika vom Lavendelblog, mein Beitrag mit einem Gericht aus meinem Geburtsland. Lasst uns alle gemeinsam einmal kulinarisch um die Welt reisen!

Mittwoch, 17. Februar 2016

~Hühnchen in Knoblauchsoße~

Als ich noch ein Kind war, hasste ich Spinat. So wie die meisten Kinder wahrscheinlich :) Aber bei mir hatte es einen guten Grund: ich wurde im Kindergarten gezwungen ihn zu essen. Andernfalls durfte ich nicht aufstehen und zu meiner Mutter gehen. Aber es hat mir einfach überhaupt nicht geschmeckt. Das ist doch schrecklich! Warum quält man denn Kinder auf so eine Art? Seit diesem Erlebnis habe ich nie wieder Spinat gegessen bis vor ungefähr einem Jahr.
Meine Schwester hatte einen Salat zubereitet und mir erzählt, dass dort Spinat drinnen sei, allerdings in roher Form. Peinlicherweise muss ich nun gestehen: das kannte ich zu dem Zeitpunkt überhaupt nicht. Ich wusste nicht, dass man Spinat auch roh essen kann. Ich hatte ein so großes "Trauma" aus meiner Kindergartenzeit, dass ich immer einen großen Bogen um Spinat gemacht habe und mich niemals damit auseinander gesetzt habe.
Somit probierte ich den Salat und war vollkommen begeistert. Der Spinat schmeckte mir fabelhaft. Mein "Trauma" wurde besiegt und ich fing an mich mit Spinat auseinander zu setzen. Nun esse ich ihn in nahezu jeder Form, bis auf die tiefgekühlte Variante, die man im Supermarkt vorfindet. Die finde ich immer noch Bäh! Mein Spinat kommt nur frisch auf meinen Teller :)
Meiner Meinung nach passt Spinat richtig gut zu Knoblauch. So ist schließlich dieses Rezept entstanden. Eine cremige Knoblauchsoße zu zartem Hähnchen und mildem Spinat. Lasst euch nicht von der Menge an Knoblauch abschrecken, denn letztlich ist es nur das Aroma, welches in die Soße übertragen wird. Ob die Zehen schließlich mit gegessen werden, bleibt jedem selbst überlassen. Ich persönlich finde Knoblauch unheimlich lecker. Der darf bei mir bei fast keinem Gericht fehlen :)
Zutaten (4 Personen):
* 1 Tasse Reis
* 600g Hähnchenbrustfilet
* 2 1/2 Knoblauchknollen (!!)
* 250g Babyspinat
* 300ml Hühnerbrühe
* 400ml Milch
* 1 EL Mehl
* 50g Butter
* 5 Zweige Thymian
* 1 EL Olivenöl
* Saft einer 1/2 Zitrone
* Salz und Pfeffer

Zubereitung:
Zu Beginn müssen alle Knoblauchzehen aus den Knollen befreit und geschält werden. Nun das Hähnchenfilet abbrausen, trocken tupfen und anschließend mit Salz wie auch Pfeffer würzen. Das Olivenöl in einer hohen Pfanne erhitzen. Das Fleisch darin von beiden Seiten je 3-4 Minuten scharf anbraten, herausnehmen und kurz beiseite stellen. In die Pfanne gleich die Knoblauchzehen geben und leicht braun rösten. Mit der Gemüsebrühe ablöschen. Gemeinsam mit dem Thymian jetzt auch das Fleisch wieder in die Brühe legen und für 25 Minuten leise köcheln lassen.
Reis gemäß der Packungsanleitung gar kochen. Den Spinat waschen.
10 Minuten vor Ende der Kochzeit 30g Butter in einem Topf schmelzen. Das Mehl einrühren und leicht bräunen. Mit der Milch ablöschen und aufkochen lassen. Sobald die Milch eindickt, mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Die restliche Butter in einem weiteren Topf erhitzen. Den Spinat hineingeben und zusammenfallen lassen. Ebenfalls mit Salz und Pfeffer würzen.
Das Fleisch kurz aus der Soße nehmen, die eingedickte Milch unterrühren und die Soße nochmals bis zur gewünschten Konsistenz aufkochen lassen.
Den Zitronensaft über den Reis geben, verrühren und alles gemeinsam anrichten.
Ich gebe zu, die Menge an Knoblauch schreckt anfangs wirklich ab. Allerdings enthält die Soße nur ein dezentes Aroma, da die Zehen im Ganzen hinein gegeben werden. Es entsteht eine schöne Harmonie mit dem Thymian.
Zuerst wollte ich leckeren Basmati-Reis oder duftenden Jasmin-Reis verwenden. Allerdings habe ich mich dann für den schlichten Langkorn-Reis entschieden, damit so die Soße die Hauptrolle zugesprochen bekommt :)
Das war nun eine kleine Exkursion in meine Zeit im Kindergarten. Habt ihr auch irgendwelche "Kindergarten-Traumas"? Esst ihr gerne Spinat und in welcher Form ist er euch am liebsten?

Montag, 15. Februar 2016

~Kasserolle von dreierlei Quinoa, Brokkoli und Hühnchen~

Momentan gibt es sehr viele Trends zu gesunder und ausgewogener Ernährung. Von sogenannten "Superfoods" ist häufig die Rede und wir werden damit überall konfrontiert, sogar regelrecht überrollt. Ein Alleskönner unter diesen ist die südamerikanische Pflanze Quinoa. Auch bekannt als Gold der Inkas. 
Ich esse Quinoa sehr gerne. Dieser nussige Geschmack der feinen Körnchen ist einfach fabelhaft. Als Kind gab es bei uns oft Buchweizen zu essen. Dadurch war ich schon immer den Alternativen zu Reis, Nudeln und Kartoffeln aufgeschlossen. Und mal ganz ehrlich: heutzutage gibt es eine sehr große Auswahl an Alternativen :)
Quinoa hat mich jedenfalls gleich überzeugt. Es ist vielseitig einsetzbar, beinhaltet dabei auch noch jede Menge gesunde Inhaltsstoffe und ist auch sehr sättigend. Egal, ob zum Frühstück, als Hauptgang oder Dessert. Diese Pflanze funktioniert in vielen Hinsichten. Eine Davon habe ich euch heute mitgebracht. Gemeinsam mit knackigem Brokkoli, zartem Hähnchen und würzigen Cheddar macht sich das magische Korn der Inkas auf meinem Teller gemütlich.
Zutaten (2 Personen):
* 1/2 Tasse Quinoa (ich habe eine dreifarbige Mischung verwendet)
* 1/2 Kopf Brokkoli
* 1 großes Stück Hähnchenbrustfilet (ca. 200g)
* 200g Cheddar gerieben
* 400 ml Milch
* 1 EL Butter
* 1 EL Mehl
* 1 EL Olivenöl
* Salz und Pfeffer

Zubereitung:
Zunächst das Hähnchenbrustfilet abbrausen und trocken tupfen und gleich mit Salz und Pfeffer würzen. Das Öl in einer Pfanne erhitzen und das Hähnchenbrustfilet von beiden Seiten für etwa 4-5 Minuten scharf anbraten, aus der Pfanne nehmen und abkühlen lassen.
Den Backofen vorheizen auf 180 °C (Ober- & Unterhitze). Nun den Brokkoli in kleine Röschen teilen, Quinoa nach Packungsanweisung gar kochen. 5 Minuten vor Ende der Garzeit den Brokkoli mit hinzugeben und weich kochen. Das Hähnchenbrustfilet in mundgerechte Stücke schneiden.
Butter in einem Topf schmelzen, das Mehl hinzugeben und unter ständigem Rühren bräunen. Mit der Milch ablöschen sowie aufkochen lassen. Sobald die Soße dickflüssig wird, mit Salz und Pfeffer, nach eigenem Geschmack, abschmecken. Quinoa, Brokkoli und das Hähnchen in die Soße geben. Die Hälfte des Cheddars einrühren, den Topf vom Herd nehmen und alles gut verrühren, bis der Käse geschmolzen ist.
Den Topfinhalt in eine Auflaufform schütten und mit dem restlichen Cheddar bestreuen. Im Ofen für etwa 10-15 Minuten den Käse schmelzen und goldgelb werden lassen.
Die Konsistenz von diesem Gericht ist der eines Risottos sehr ähnlich. Die Brokkoliröschen unterstützen das nussige Aroma der Quinoa-Körnchen. Durch den Cheddar bekommt das Gericht den richtigen Pfiff. Ich habe ja bereits erwähnt, dass ich Cheddar sehr liebe :)
Dieses Gericht ist schnell zubereitet und überhaupt nicht kompliziert in der Zubereitung. Ein perfektes Essen auch nach einem anstrengendem Arbeitstag. Zudem ist es auch noch ausgewogen und gesund. Mir hat es so gut geschmeckt, dass ich am liebsten alles alleine aufgegessen hätte :)
Was sagt ihr zu Quinoa? Mögt ihr die Pflanze? Findet ihr sie überbewertet? In welcher Form habt ihr sie bereits probiert? Ich finde ja zum Frühstück als eine Art Porridge schmeckt es auch unheimlich lecker... oder auch als Salat...hmm! Wie ihr seht, ich bin vollkommen begeistert und verwende Quinoa häufig in meiner Küche.
Lasst euch überraschen, in welchem Gewand ich euch das "Gold der Inkas" das nächste mal mitbringen werde. Mein Kopf sprudelt bereits voller neuer Ideen! Ich wünsche euch allen einen guten Start in die neue Woche :)

Montag, 30. November 2015

~Ragout aus 1001 Nacht~

Der Traum von Aladdin, Jasmin und den arabischen Nächten wie aus 1001 Nacht.
Wer hat als Kind nicht davon geträumt, als gerade Disney's Aladdin im Fernseher lief? Ein fliegender Teppich, ein Flaschengeist, Ali Baba und seine Räuber...
Heutzutage bedeutet der Orient für mich vor allem eines: traumhaft gutes Essen und unglaubliche Gewürze :)
Ich liebe Gewürze! Ich könnte den ganzen Tag auf Gewürzmärkten verbringen und dort stöbern wie auch einkaufen. Besonders im arabischen Raum, wo die Gewürze einerseits ein unheimlich intensives Aroma haben, andererseits so majestätisch präsentiert werden. Habt ihr schon mal diese "Gewürztürme" gesehen? Das ist so faszinierend und man fragt sich gleich: Wie geht das? Wie bekommen sie das so perfekt hin? ich war von diesem Anblick total begeistert. Hinzu die Düfte in der Luft von all den wertvollen Aromen.
Meine Liebe zu dieser beeindruckenden Gewürzwelt begann während eines Urlaubes in Marrakesch. Inspiriert von der Erinnerung an die Momente, in denen ich durch die Souks der Stadt schlenderte, vor kleinen verwinkelten Gassen stand, die vollständige Orientierung in der Medina verlor und dann doch wieder irgendwie am imposanten Djemaa el Fna herauskam, habe ich euch ein sagenhaftes Hühnchen-Ragout mitgebracht:
So viele fantastische Aromen aus der orientalischen Welt werden hier gemeinsam kombiniert und bringen den Zauber aus 1001 Nacht in dieses Ragout :)

Zutaten (2 Personen):
* 300g Hähnchenbrustfilet
* 2 hartgekochte Eier
* 1 Zwiebel
* 3 Knoblauchzehen
* 100g geschälte ganze Mandeln
* 1 Chilischote
* 100ml trockener Weißwein
* 250 ml Geflügelbrühe
* 1 TL Kurkuma
* 1 TL Ras-el-Hanout
* 1/2 TL Safranfäden
* 2 EL Öl
* 1 Bund Koriander
* 200g Basmatireis
* 50g Berberitzen
* 1 Limette
* Salz und Pfeffer
Zubereitung:
Die Hähnchenbrustfilets abbrausen, trocken tupfen und in mundgerechte Stücke schneiden. Zwiebel und Knoblauch abziehen, fein hacken. Öl in einer großen Pfanne erhitzen. Zwiebel, Knoblauch und Mandeln darin glasig dünsten. Das Fleisch mit hinzugeben und das Ganze etwa 5 Minuten scharf anbraten. Die Chilischote in Ringe schneiden und zum Fleisch geben. Die Gewürze darüberstreuen (einschließlich Salz und Pfeffer nach Geschmack) und kurzzeitig mit braten. Anschließend mit dem Weißwein ablöschen.
Zwischenzeitlich den Reis nach Packungsanweisung gar kochen. Wer mag gibt eine Prise Kurkuma hinzu, dadurch erhält der Reis eine wundervolle gelbliche Farbe und ein zart orientalisches Aroma.
Sobald der Wein auf etwa die Hälfte der ursprünglichen Menge eingekocht ist, die Geflügelbrühe hinzu schütten. Das Ragout für etwa 10-15 sanft und leise vor sich hin köcheln lassen.
Die Berberitzen unter den fertigen Reis mischen und mit der Schale sowie dem Saft der Limette abschmecken. Ein wenig Koriander klein hacken und ebenfalls unter die Reis-Mischung geben. Eier schälen und in Achtel schneiden. Den fertigen Reis gemeinsam mit dem Ragout und den Eiern servieren. Mit Koriander bestreuen.
Die Farben des Orient spiegeln sich nicht nur im Aussehen wieder, auch im Geschmack entfalten sich die herrlich duftenden Gewürze vollkommen. Das Ei und Koriander sind schöne Gegenspieler für die Aromen und runden das kulinarische Ragout perfekt ab.
Dieses Ragout ist meine Version von 1001 Nacht, dem Traum von einem fliegenden Teppich, einer Wunderlampe mit Flaschengeist, Ali Baba und seinen Räubern, traumhafte Paläste und orangefarbene Sonnenuntergänge über den einfachen Lehmhütten der Stadt. Lediglich Moscheen und Paläste schmücken das Panorama. 
Mit dieser Köstlichkeit beginnt ihr automatisch mit jedem einzelnen Bissen euer eigenes Märchen aus 1001 Nacht zu träumen. Somit:
Packt euer Messer und Schwert, dort hat Mut seinen Wert, es ist schwer, doch das wär gelacht.
Traut euch nur, kommt vorbei, geht zum Teppichverleih, und flieg hin zur arabischen Nacht!
Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachkochen und genießen :)



Freitag, 16. Oktober 2015

~asiatisches Orangenhühnchen~

Ich liebe Asien <3 
Mein erster Urlaub in Asien war im Jahr 2007. Ursprünglich sollte es in die Karibik gehen, jedoch hat die Jahreszeit nicht gepasst. Ich wollte aber unbedingt an einen Traumstrand, und so kam der Vorschlag: Wieso nicht nach Thailand? Zu diesem Zeitpunkt habe ich mich noch nie mit diesem Land auseinander gesetzt. Doch nach ein wenig Recherche war schnell klar: das wird das Reiseziel für 2007.
Nicht nur Land und Leute haben mich vom ersten Moment an verzaubert, besonders das Essen und deren Zubereitung haben mich vollkommen in ihren Bann gezogen.
und dann wird das Essen auch immer so schön verziert. Aus Obst und Gemüse werden richtige Meisterwerke geschnitzt. Es ist eine richtige Liebe zum Detail und für mich der Inbegriff der Perfektion. Schöner kann Essen nicht angerichtet werden. Und vom Geschmack habe ich ja noch gar nicht angefangen :)
Jedes Gericht wird somit zu einem kleinen Meisterwerk und der Koch ist wie ein Künstler, der seine Kreativität frei ausleben kann. Auch ich bin sehr gerne kreativ. Somit habe ich mich auch wieder in die asiatische Küche begeben und ein leckeres Hühnchengericht ist entstanden.

Zutaten (2-3 Personen):
* 300g Hänchenbrustfilet
* 2 Saftorangen
* 200g Austernpilze
* 1 kleine rote Paprika
* 2 Stangen Frühlingszwiebeln
* 1 daumengroßes Stück Ingwer
* 1 Chilischote
* 1 Zwiebel
* 2 Knoblauchzehen
* 1/2 Bund Koriander
* 1 EL Sesam
* 200g Glasnudeln
* 2 EL helle Sojasoße
* 2 EL Sesamöl
* 1 EL Honig (ersatzweise Rohrzucker)
* Salz und Pfeffer

Zubereitung:
Die Hänchenbrustfilets abbrausen, trocken tupfen und in mittelgroße Streifen schneiden. Die Schale beider Orangen abreiben und anschließend die Früchte auspressen. 
Ingwer schälen und ebenfalls reiben. Alles in eine Schüssel geben und das Fleisch darin marinieren. Mindestens für eine Stunde, am besten über Nacht. Zwiebel und Knoblauch abziehen und fein hacken. Chilischote in Ringe schneiden. Je nach Schärfegrad mit oder ohne Kerne. Paprika, Austernpilze und Frühlingszwiebeln in Streifen schneiden. Den koriander fein hacken. Sesamöl in einem Wok erhitzen, das Fleisch aus der Marinade nehmen und kräftig darin anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen und beiseite stellen. Zwiebel und Knoblauch in den Wok geben und glasig dünsten. Die Chilischote hinzugeben und weiter dünsten. Paprika und Pilze hineingeben und für 5 Minuten anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen. Das Fleisch wieder in den Wok geben, kurz erhitzen. Honig hinzufügen und kräftig umrühren. Dann das Ganze mit der Orangenmarinade ablöschen. 
In der Zwischenzeit die Glasnudeln nach Packungsanweisung gar kochen. In einer kleinen Pfanne die Sesamkörnchen ohne Zugabe von Fett braun rösten. Die Soße köcheln lassen und mit Sojasoße, Salz und Pfeffer abschmecken. Frühlingszwiebel und Koriander in die Soße geben gut verrühren.
Glasnudeln in eine Schale geben, die Soße darüber geben, mit Sesam bestreuen und sich für einen Moment wie in Asien fühlen :)
Die Glasnudeln eignen sich hervorragend zu diesem Gericht, da sie neutral sind und sich somit die Aromen der übrigen Zutaten vollkommen entfalten können. Die Orange gibt eine säuerliche Note, durch den Honig kommt Süße hinein und Chili sowie Ingwer bringen eine gesunde Schärfe.
Ich freue mich auf mein neues Abenteuer, denn ganz bald geht es für mich wieder nach Asien. Mit diesem Gericht erhöhe ich meine Vorfreude und erinnere mich an meine letzten Asienreisen. Da kommt mir gleich wieder ein Lächeln über die Lippen :)

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