Draußen blüht es allmählich in jeder Ecke.
Die Sonne gibt sich immer größere Mühe uns wärmere Temperaturen zu liefern und die Eisdielen sind wieder geöffnet. Auch ich habe bereits mein erstes Eis bei einem Frühlingsspaziergang genossen. Um ehrlich zu sein, es war ein frozen Joghurt. Aber es fällt doch beides in die gleiche Kategorie. Die Frühlingsgefühle sind da und auch bei vielen Menschen zu sehen :)
Neben meinem geliebten Bärlauch freue ich mich im Frühling besonders über frischen Spargel. Den könnte ich jetzt jeden Tag essen. Es gibt ja auch so viele wunderbare Rezeptideen wie auch Rezeptvariationen. Umso erstaunter war ich, als ich kürzlich festgestellt habe, dass es auch Menschen gibt, die Spargel nicht so sehr mögen. Aber ich habe ja auch die Einstellung, dass es nur richtig zubereitet werden muss und dann schmeckt es auch jedem. Oder wie ist eure Meinung dazu?
Ich weiß noch ganz genau, wie meine Mutter vor vielen Jahren zum ersten mal weißen Spargel mit nach Hause gebracht hat. Wir haben ihn ganz klassisch mit gekochten Kartoffeln und Sauce Hollandaise gegessen. Fortan war die ganze Familie begeistert und wir freuten uns immer gemeinsam auf die schöne Spargelzeit. Meistens hat ihn meine Mutter auf diese klassische Weise serviert. Schmeckt ja auch vorzüglich :)
Da ich gerne kreativ und experimentierfreudig bin, landet bei mir der Spargel nur sehr selten auf die herkömmliche Weise auf meinem Teller.
Zutaten (4 Personen):
* 250g Quinoa
* 1 große Zwiebel
* 3 Zehen knoblauch
* je 5 Stangen grünen und weißen Spargel
* 250g Hähnchenbrustfilet
* 30g Bärlauch
* 100g Parmesan
* 250ml Weißwein
* 1 Liter Hühnerbrühe
* 4 EL Olivenöl
* 1 gestrichenerTL Zucker
* Salz und Pfeffer
Zubereitung:
Zwiebel und Knoblauch abziehen und fein hacken. Den weißen Spargel schälen, die holzigen Enden von beiden Spargelsorten abschneiden und in mundgerechte Stücke klein schneiden. Das Hähnchenbrustfilet sanft abbrausen, trocken tupfen und ebenfalls klein schneiden. Den Quinoa gründlich abwaschen.
In einem Topf 2 EL Olivenöl erhitzen. Die Zwiebel und den Knoblauch darin glasig braten. Nun Quinoa hinzugeben und für weitere 2-3 Minuten braten. Mit dem Weißwein ablöschen und zum köcheln bringen. Währenddessen in einer Pfanne das restliche Olivenöl erhitzen. Das Hühnchenbrustfilet darin für etwa 5 Minuten scharf anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen, den Spargel zum Hühnchen geben und weiter braten.
Sobald der Weißwein zu 2/3 verkocht ist, eine Kelle Hühnerbrühe zum Quinoa geben. Sobald diese wieder verkocht ist, den Vorgang mit der Brühe wiederholen, bis der Quinoa bissfest ist.
Über die Hühnchen-Spargel-Mischung den Zucker verstreuen und kurz karamellisieren lassen. Die Pfanne beiseite stellen.
In der Zwischenzeit den Bärlauch klein hacken und den Parmesan fein reiben. ist der Quinoa bissfest, kann die Hühnchen-Spargel-Mischung und der Bärlauch hinzu gegeben werden. Das Ganze kräftig umrühren. Eine letze Kelle Hühnerbrühe hineinschütten und auf die gewünschte Konsistenz einkochen lassen. Den Parmesan letztlich einrühren, bei Bedarf nochmals mit Salz und Peffer abschmecken und sofort heiß servieren.
Es war mein erstes Risotto mit Quinoa anstelle von Reis. Ich persönlich war begeistert. Eine wirklich sehr leckere Alternative zum Original Risotto. Besonders der nussige Geschmack harmoniert hervorragend zum Spargel, obendrein auch noch mit dem Parmesan. Ich nehme bei meinen Gerichten mit Wein immer gerne eine höhere Menge als üblich und lasse dabei den Wien niemals komplett verkochen. Dadurch bleibt ein stärkeres Weinaroma erhalten. Folglich empfehle ich nur Weine zum Kochen zu verwenden, die auch dem persönlichen Geschmack entsprechen :)
Esst ihr auch gerne Spargel in anderen Variationen als dem Klassiker mit Sauce Hollandaise? Als ich kürzlich einige Rezepte zur Inspiration gesucht habe, habe ich festgestellt, dass der Online-Shop Hagen Grote sehr interessante Rezepte zu bieten hat, unter anderem auch viele mit Spargel. Klickt doch mal rein und schaut selbst. Den schönen Servierteller findet man obendrein dort auch gleich dazu :)
Im übrigen hat dieses Risotto auch einen "Nicht-Spargel-Freund" überzeugt. Genau deswegen habe ich auch die Einstellung, dass es letztlich auf die Zubereitung ankommt. Ich selbst bin auch von vielen Lebensmitteln erst nach einer besonderen Zubereitung überzeugt wurden. Vielleicht erinnert ihr euch noch an meine Geschichte vom "Bösen" Spinat, den ich nun sehr gerne esse? :)
Ich freue mich bereits jetzt schon darauf, das nächste mal jemanden überzeugen zu können. Und wenn das nicht gleich klappt, hoffe ich wenigstens auf ein Anfreunden.
Habt ihr schon jemanden mit einem Lebensmittel überzeugt, dass die-/derjenige nicht unbedingt mochte? Was habt ihr da feines zubereitet? Ich glaube bei Kindern kommt die Herausforderung des Öfteren vor und erfordert einige Kreativität.
- Dieser Post entstand in freundlicher Unterstützung mit Hagen Grote-













